Berggorillas

Der Berggorilla gehört innerhalb der Familie der Menschenaffen (Hominidae) zur Gattung der Gorillas (Gorilla).

Beschreibung

Er erreicht eine Körperlänge von 150 bis 175 cm sowie ein Gewicht von 60 bis 270 kg. Weibchen bleiben deutlich kleiner als Männchen. Das Fell ist im Wesentlichen schwarz gefärbt. Die Behaarung ist deutlich länger als beim Gorilla. Der Körperbau ist ausgesprochen massig und kräftig ausgeprägt. Dies gilt vor allem für die Männchen, insbesondere für einen Silberrücken, dem Oberhaupt einer Familie. Bei ihm ist der Rücken leicht silbrig gefärbt. Auch Größe und Statur sind beim Silberrücken deutlich stärker ausgeprägt. Berggorilla bewegen sich im Knöchelgang fort. Das Gesicht ist im Bereich der Augen und der Nase unbehaart, die Haut ist tiefschwarz. Die Augen liegen tief in den Augenhöhlen, die Nase ist stark abgeflacht. Die Iris der Augen ist orangefarben.

Verbreitung

Der Berggorilla lebt im Dreiländereck der Demokratischen Republik Kongo, Uganda und Ruanda. Er lebt ausschließlich in den Bergregenwäldern, die bis in Höhen von gut 4.000 m über NHN. reichen. Berggorillas steigen eher selten in Bäume. Ausgewachsene Männchen können alleine wegen ihrem hohen Gewicht nicht mehr klettern. Demzufolge suchen sie ihre Nahrung ausschließlich am Boden.

Verhalten

Berggorillas leben in sozialen Haremsgruppen. Eine Gruppe besteht i. d. R. aus einem dominanten Silberrücken, mehreren Weibchen und deren Nachwuchs. Diese kann aus 10 bis in seltenen Fällen 25 Individuen bestehen. Innerhalb einer Gruppe herrscht eine strikte Rangfolge, in der sich alle Mitglieder einem Silberrücken unterordnen, der die Gruppe zu Nahrungsplätzen schützt und in Gefahrensituationen verteidigt. Wird ein Silberrücken durch einen anderen abgelöst, so kommt es nicht selten zur Kindestötung des Nachwuchses seines Vorgängers. Erreichen Jungtiere die Geschlechtsreife, so schließen sie sich anderen Gruppen an. In der Geburtsgruppe verbleiben sie in der Regel nicht. Berggorillas sind tagaktiv und verbringen die meiste Zeit vom Tag mit der Nahrungssuche und Nahrungsaufnahme. Sie besetzen im Grunde kein festes Revier sondern beanspruchen lediglich ein Streifrevier, in dem sie umherwandern. Die sozialen Bande spielen für diese äußerst friedliebenden Primaten eine große Rolle.


haarlinie


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Fortpflanzung

Die Weibchen der Berggorillas erreichen die Geschlechtsreife mit rund acht bis neun Jahren. Die Männchen sind erst mit zwölf bis fünfzehn Jahren geschlechtsreif. Berggorillas leben in Haremsgruppen, in der nur der dominante Silberrücken ein Recht auf Paarung mit den Weibchen inne hat. Die Paarungszeit ist an keine bestimmte Jahreszeit gebunden. Ein Weibchen bringt im Schnitt nur alle vier Jahre ein Jungtier zur Welt. Die Tragezeit erstreckt sich über einen Zeitraum von 240 bis 280 Tagen. Das Geburtsgewicht liegt zwischen 1.800 und 2.200 Gramm. Ein Weibchen kann bis ins hohe Alter Nachwuchs zur Welt bringen. So kann es sein, dass sie in ihrem Leben sechs bis acht Jungtiere auf die Welt bringt. Die Lebenserwartung in Freiheit liegt bei 25 bis 35 Jahren.

Schutz und Gefährdung

Seit Jahrzehnten steht der Berggorilla auf der Liste der kritisch bedrohten Arten. Heute droht die Ausrottung stärker denn je. In der Roten Liste der IUCN wird der Berggorilla seit Jahren als kritisch gefährdet geführt. Die tropischen Bergregenwälder werden seit Jahrzehnten abgeholzt und der natürliche Lebensraum der Primaten schrumpft zusehends. Berggorillas werden von der einheimischen Bevölkerung massiv bejagt. Teile der Tiere wie die Hände landen zu horrenden Preisen auf den chinesischen Fleischmarkt. Nicht zu vernachlässigen ist der Kontakt zu den Menschen. Da der Berggorilla nahe mit dem Menschen verwandt ist, erkrankt er auch an den gleichen Krankheiten wie der Mensch. Man schätzt die Bestände der Berggorillas heute auf lediglich 600 bis 700 Tiere. Die Tendenz ist dabei weiter sinkend.

(Quelle: Vgl. http://tierdoku.de, Sept. 2010)


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