Die Sitatunga (Tragelaphus spekeii)

Die Sitatunga, auch Wasserkudu genannt, zählt innerhalb der Familie der Hornträger (Bovidae) zur Gattung der Kudus (Tragelaphus).

Beschreibung

Die Sitatunga erreicht eine Körperlänge von rund 150 cm, eine Schulterhöhe von 100 bis 115 cm sowie ein Gewicht von gut 60 bis 110 kg. Weibchen bleiben deutlich kleiner und leichter als Männchen. Während das Fell des Männchens dunkelbraun bis schwarzbraun gefärbt ist, so weist das Fell des Weibchens eine helle rostbraune Färbung auf. Jungtiere haben eine rostbraune Färbung, jedoch ist der Aalstrich bei Männchen weiß und bei Weibchen schwarz. Beide Geschlechter haben an ihren Flanken eine Querbänderung aus hellen Streifen, die zum Hinterteil hin in Punkte übergehen. Diese Streifung dient offensichtlich der Tarnung. Männliche Tiere tragen imposante Hörner, die eine Länge von bis zu 90 cm aufweisen können und leicht nach innen gedreht sind. Weibchen haben kein Gehörn. Insgesamt ist der Körper recht kräftig gebaut, der Rücken fällt vom Hinterteil her nach vorne leicht ab. Die langen Beine wirken fast zerbrechlich. Die Ohren sind groß und fast trichterförmig.

Verbreitung

Die Sitatunga ist in weiten Teilen des tropischen Regenwaldes in West- und Zentralafrika verbreitet. Kamerun, die Zentralafrikanische Republik, Zaire, Uganda, Kenia und Gabun zählen zu den Ländern mit den größten Populationen. Die Tiere bevorzugen feuchte Habitate wie Sümpfe, Moore, Überschwemmungsgebiete und Seenlandschaften.

Verhalten

Diese Antilopen-Art lebt in kleinen Gruppen, die aus einem Bock, mehreren Weibchen und deren Nachwuchs besteht. Vereinzelt leben Sitatungas aber auch einzelgängerisch. Die Tiere können in Anpassung an ihren Lebensraum sehr gut schwimmen und können selbst größere Entfernung im Wasser zurücklegen. Eine weitere Anpassung an ihren sumpfigen Lebensraum sind ihre Hufe, welche extrem weit auseinandergespreizt werden können und somit das leichte Einsinken auf weichem Untergrund verhindern. Spreizung verhindert das leichte Einsinken auf weichem Untergrund. Zu ihren Hauptfeinden zählen Krokodile, der Leopard sowie verschiedene Arten von Riesenschlangen.

Ernährung

Die Tiere ernähren sich rein vegetarisch von Schilf und allerlei Wasserpflanzen. Dabei scheuen sie sich nicht, ins Wasser zu steigen. Auch entfernte Inselchen in den weitläufigen Sumpfgebieten können sie mühelos schwimmend erreichen.

Fortpflanzung

Die Geschlechtsreife tritt etwa mit zwei Jahren ein. Die Paarung ist an keine bestimmte Jahreszeit gebunden und kann ganzjährig vollzogen werden. In der Paarungszeit kommt es zwischen den männlichen Tieren zu ritualisierten Kämpfen, die aber selten blutig ausgehen. Nach einer Tragezeit von etwa 220 bis 230 Tagen bringt das Weibchen ein bis zwei Jungtier/e an geschützter Stelle zur Welt. Bereits kurz nach der Geburt kann es der Mutter folgen, wird aber von ihr meist auf Schilfinseln abgelegt. Das Jungtier wird für etwa sechs Monate gesäugt. Die Lebenserwartung liegt bei rund 15 bis 20 Jahren.

(Quelle: Vgl. http://tierdoku.de, Sept. 2010)



Erlebnis Kidepo Nationalpark

Endlich ist es in Uganda möglich, auf luxuriöse Art mit einem „Buschflieger“ in den Kidepo NP zu gelangen. Im April 2013 konnte ich so die gediegene Apoka Lodge besuchen und den Park für zwei Tage erleben. Eine unbedingte Empfehlung. Ob Löwen – direkt neben der Unterkunft – oder die endemischen Rotschildgiraffen, der Park ist wirklich eine Empfehlung. Mir gelang es sogar, die nördlichen Hornraben zu sehen und zu fotografieren. Ich kann eine Flugsafari in Uganda und inklusive dem entlegenen Kidepo NP nur wärmstens empfehlen!

Jörg Ehrlich, Geschäftsführer DIAMIR Erlebnisreisen, Vortragsreferent und Fotoreiseleiter www.joerg-ehrlich.de


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