Schimpansen-Tracking in Uganda

Jeder kennt sie aus dem Zoo und aus dem Fernsehen, doch Schimpansen in Ugandas freier Wildbahn zu beobachten ist ein Erlebnis der besonderen Art. Diese intelligenten Tiere sind uns Menschen verblüffend ähnlich – sei es die Mimik, Gestik oder das soziale Miteinander.

Es ist faszinierend, wie sie beispielsweise beim Termitenangeln von Werkzeug Gebrauch machen oder in schwindelerregenden Höhen artistengleich von Ast zu Ast hangeln. Auf einem organisierten Schimpansen-Tracking haben Touristen eine Stunde Zeit, die Tiere zu beobachten.

In Uganda wird Schimpansen-Tracking in folgenden Nationalparks abgeboten: Kibale Nationalpark sowie Queen Elizabeth Nationalpark. In Ruanda können Touristen im Nyungwe Forest Nationalpark auf Schimpansen-Safari gehen.

Unterschiede Schimpansen- vs. Gorilla-Tracking

Gemeinsam mit einem Fährtenleser können sich Safari-Touristen in Uganda auf die Suche nach einer habituierten Schimpansen-Gruppe begeben. Ein Schimpansen-Tracking läuft ähnlich ab wie bei den Berggorillas, bis auf ein paar kleine Unterschiede:

Schimpanse im Ngamba Island Chimpanzee Sanctuary
  • Zu den Schimpansen muss ein Sicherheitsabstand von acht Metern eingehalten werden.
  • Es können maximal sechs Personen plus Begleitteam teilnehmen.
  • Das Mindestalter liegt bei 12 Jahren.
  • Im Gegensatz zu ihren großen Verwandten sind die Schimpansen ständig in Bewegung. Demnach heißt es Schritt halten, um sich der Gruppe anzunähern.

Verhaltensregeln: Sind Schimpansen gefährlich?

  • Schimpansen sind sehr aktive Tiere. Besucher müssen deshalb immer in der geschlossenen Gruppe bleiben.
  • Manchmal täuschen Schimpansen-Jungtiere einen Angriff vor. In dem Fall heißt es: ruhig bleiben und nicht bewegen. Es passiert nichts.
  • Der Guide gibt immer Verhaltensanweisungen, an die Safari-Teilnehmer als auch an die Mitglieder der Primaten-Gruppe.
  • Es gibt nur einen Hauptguide pro Schimpansen-Gruppe, der niemals gewechselt wird. So kann Vertrauen aufgebaut werden und dieser wird als Autorität akzeptiert.
  • Die Assistant-Guides sind für den Notfall bewaffnet, geben aber nur Schreckschüsse ab. Was sehr sehr sehr selten passiert.

Ugandas Nationalparks mit Schimpansen

Chimpanzee Trackings werden in Uganda in folgenden Schutzgebieten angeboten:

  • Im Kibale Nationalpark: Die beliebteste Aktivität ist der Kanyanchu Primate Walk, wo man neben 13 heimischen Tierarten vor allem auf Schimpansen trifft, die dort seit 1993 registiert sind.
    • Start der Touren: Die Guided Walks mit hervorragenden Sichtungschancen beginnen in der Regel morgens um 8 Uhr, um 11 Uhr mittags und um 14 Uhr ab dem Kanyanchu Visitor Centre und dauern etwa zwischen 2 und 5 Stunden. Die Schimpansen-Gruppen sind an Menschen gewohnt. Die maximale Gruppengröße beträgt sechs Personen und Kinder dürfen frühestens ab 16 Jahren teilnehmen. Wer teilnehmen möchte, sollte frühzeitig im Voraus buchen.
    • Kosten des Trackings: Ein Chimpanzee Tracking kostet pro Person 150 US-Dollar (Preise für ausländische Touristen). Eine Teilnahme am Chimpanzee Habituation Experience kostet 200 (100) US-Dollar ganz-(halb)tägig.
    • Abseits des beliebten Primate Walks ist es möglich, im Kibale Nationalpark an einer sogenannten Chimpanzee Habituation Experience (CHEX) teilzunehmen. Diese halb- oder ganztägigen Exkursionen begleiten Forscher bei ihrer Arbeit im Wald mit Tieren, die noch nicht stark an Menschen gewohnt sind – ebenfalls eine aufregende Herausforderung. Besucher können den Schimpansen bei ihrem Alltagsgeschehen von ihrem frühen Aufstehen um halb sieben bis abends um sieben Uhr zur Schlafenszeit beobachten: Beim Futtersuchen, Jungtier-Füttern, Jagen, Paaren, Patroullieren und Ruhen.
  • Im Queen Elizabeth Nationalpark: Die berühmten Experience Tours zu Schimpansen-Gruppen in der Kyambura Schlucht dauern etwa drei Stunden und starten täglich um 8 Uhr morgens sowie um 14 Uhr nachmittags.
    • Kosten des Trackings: Eine Chimp Tracking im Queen Elizabeth Nationalpark kostet für Erwachsene 50 US-Dollar.

Schimpansen-Steckbrief

  • … leben in neun afrikanischen Ländern mit schätzungsweise 300.000 Tieren.
  • … sind unsere nächsten Verwandten. Ihr genetischer Fingerabdruck stimmt zu 98,8 Prozent mit unserem überein. Gorillas ähneln uns zu 98,4 Prozent.
  • … sind fünf oder sechsmal kräftiger als wir Menschen.
  • … können in der Natur bis zu 50 Jahre alt werden.
  • … ist die einzige Menschenaffenart, die sowohl auf dem Boden lebt, als auch bis auf 85 Meter hohe Baumwipfel klettert.
  • … lachen, wenn sie miteinander spielen.

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